Porträt

Der Stifter: Otto A. Wipprecht

Otto Wipprecht, der Stifter und Namensgeber der Otto A. Wipprecht-Stiftung, wurde 1951 in Hassloch geboren. Nach der Schule begann seine berufliche Laufbahn bei der BASF in Ludwigshafen, da ein Studium für ihn aus finanziellen Gründen nicht möglich war. 1973 schloss er auf dem zweiten Bildungsweg die Ausbildung zum Elektrotechniker ab und wechselte zur IBM, wo er zum Software-Spezialisten in leitender Funktion ausgebildet wurde.
1994 wagte er den Sprung in die Selbständigkeit und wurde Hauptgesellschafter und Geschäftsführer des später weltweit tätigen Softwareunternehmens LHS, das er nach dem Börsengang 1998 wieder verließ.
Ende der 1990er Jahre hatte Otto Wipprecht den Wunsch, einen Teil seines Erfolges an die Allgemeinheit zurückzugeben, so dass er 1999 die gemeinnützige Otto A. Wipprecht-Stiftung gründete.
Aufgrund seiner eigenen beruflichen Erfahrungen in der Software-Industrie beschloss Herr Wipprecht, dass seine Stiftung Auslandsaufenthalte von Absolventinnen und Absolventen naturwissenschaftlich-technischer Fachbereiche fördern sollte, damit diese ihren fachlichen, sprachlichen und auch persönlichen Horizont erweitern können.
Da es dem Stifter selbst finanziell nicht möglich gewesen war, ein Studium zu absolvieren, soll bei der Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten seiner Stiftung nicht nur deren hohe fachliche Qualifikation, sondern auch eine soziale Komponente eine Rolle spielen.
Zudem legte er Wert darauf, dass die Geförderten an renommierten ausländischen Universitäten und Forschungseinrichtungen studieren können, um den „Mehrwert“ dieser Institute abschöpfen zu können.
Als gebürtigem Pfälzer war Herrn Wipprecht zudem auch eine regionale Förderung seiner Heimat wichtig. Daher entschied er sich dafür, seine Stiftung 1999 in enger Zusammenarbeit mit der damaligen TU Kaiserslautern (jetzt RPTU Kaiserslautern-Landau) ins Leben zu rufen und in ihrem Umfeld anzusiedeln. Die Otto A. Wipprecht-Stiftung, eine rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts, ist seitdem eine der größten privaten Stiftungen, die an der RPTU tätig ist.
Für dieses gesellschaftliche Engagement und seine Verdienste um das Gemeinwohl wurde Otto Wipprecht im Jahr 2013 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.
Bis zu seinem Tod 2021 war er als Vorsitzender des Stiftungsrats aktiv in seiner Stiftung tätig und führte selbst viele Auswahlgespräche mit Bewerberinnen und Bewerbern.
Seit 2021 setzen Otto Wipprechts Tochter Ina Wipprecht als Vorständin und seine Ehefrau Maria Wipprecht als Vorsitzende des Stiftungsrates sein Engagement für die Otto A. Wipprecht-Stiftung fort.